Wax in the City Blog

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01.02.2012

Nackt und heiß, bitte! Das kleine Sauna-Einmaleins + die häufigsten Sauna-Irrtümer

Kürzlich in der Sauna musste ich mal wieder feststellen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die auf gnadenlose Vollbehaarung stehen. Das sollte uns jedoch nicht abschrecken: In Sachen Gesundheit und Beauty ist die Sauna nämlich ein wahres Spa-Genie. Der Körper wird gereinigt, das Immunsystem gestärkt und die Haut ganz nebenbei strahlend schön. Genau das Richtige, um entspannt durch die kalten Tage zu kommen – wenn man ein paar einfache Grundregeln kennt.

Martina Frenzel, Sauna-Expertin und Chefredakteurin des Wellness-Magazins „heiss+kalt“, hat mir erzählt, was man als Anfänger wissen sollte und mich über die häufigsten Sauna-Irrtümer aufgeklärt (sh. unten).

Die Grundregeln

+Ja, es stimmt: In der Sauna ist man nackt. Ein großes Badetuch zum Draufsetzen reicht völlig – auch Badelatschen bleiben draußen.

+ Vor dem Saunieren duschen und gut abtrocknen; auf Cremes und Deo verzichten.

+ Das Ziel: Pro Saunagang sollte die Körperinnentemperatur um rund ein Grad erhöht werden. Ob man dafür einige Minuten in die 100-Grad-Sauna geht oder eine halbe Stunde in die 65-Grad-Sauna, ist Geschmackssache.

+ Auf die zweite oder dritte Sitzbank setzen oder legen, die Beine möglichst auf Sitzbankhöhe. Wem es dort zu heiß wird, einfach auf die untere Sitzbank wechseln.

+ Achten Sie darauf, was Ihnen Ihr Körper sagt und vertrauen Sie auf Ihr Gefühl: Eine Faustformel für die Verweildauer in der Sauna gibt es nicht. Wichtig: Bei den ersten Anzeichen von Schwindel oder Unwohlsein sofort raus an die Luft!

+ Entscheidend für den Gesundheitseffekt des Saunabads ist der ausgewogene Wechsel zwischen heiß und kalt. Wichtigster Tipp: Die Abkühlphase soll mindestens so lange dauern wie die Wärmephase.

+ Zum Abkühlen empfiehlt sich leichte Bewegung an der frischen Luft, der Körper braucht Sauerstoff. Dann ein Schlauchguss, herzfern beginnend und langsam zum Herzen hin, und zum Schluss ein kurzes Abtauchen ins kalte Tauchbecken. Wer unter hohem Blutdruck leidet, verzichtet aufs Tauchbecken. 

+ Nach dem Abkühlen ist Ausruhen angesagt: Entspannt hinlegen und zum Beispiel ein warmes Fußbad genießen.

+ Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, zwischen den Saunagängen reichlich Wasser oder ungesüßten Tee trinken.

+ Saunieren ist kein Leistungsport! Maximal drei Saunagänge innerhalb eines Tages reichen völlig.

+ Gesundheitstipp im Winter: Sobald sich eine leichte Erkältung ankündigt, kann man mit einem Saunabesuch gegensteuern. Wen es bereits voll erwischt hat, muss auf die Sauna verzichten, bis der Infekt abgeklungen ist.



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09.01.2012

Beauty- und Gesundheitstrend: Kältekammer

Liebe Wax in the City-Freunde,

falls sich angesichts lauer Temperaturen keine rechte Winterstimmung einstellt, haben wir einen Tipp parat: Meine Kollegin ist während ihrer USA-Reise auf einen Beautytrend gestoßen, der Sie garantiert ins Frösteln bringt. Die coole High-Tec-Waffe nennt sich „Cryotherapy“* oder „Kältekammer“ und funktioniert so: Mit eisigen Temperaturen zwischen -120 und -160 Grad Celsius wird die Außentemperatur der Haut mittels in Gas umgewandeltem flüssigen Stickstoff für maximal 3 Minuten auf bis zu Null Grad (!!!) heruntergekühlt. Lediglich mit Baumwollsocken, Unterwäsche und Handschuhen bekleidet, ist der professionell überwachte Kühlschrank-Besuch eine echte Mutprobe. Doch die lohnt sich: In den Stunden nach der Behandlung verliert man angeblich bis zu 800 Kalorien, weil der Körper wie verrückt Hitze produziert. Außerdem werden Cellulitis, Schlafstörungen und rheumatischen Erkrankungen verringert, das Immunsystem gestärkt, und – wie eine Studie unter Sportlern ergab** – sogar die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert. Für das Schockfrost-Gefühl entschädigen die freigesetzten Endorphine. Soll sogar gegen Depressionen helfen und die Libido steigern. Na bitte.

Allerdings ist Durchhaltevermögen gefragt, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Die ersten zehn Treatments sollten rund drei Mal wöchentlich erfolgen, danach reicht eine Behandlung im Wochenrhythmus. Zur Info: Kriosaunas gibt es auch im deutschsprachigen Raum. Einfach bei Google eingeben, und mit etwas Glück ein Profi-Studio in Ihrer Nähe finden.

PS.: All zu günstig ist der Spaß zwar nicht, aber ein Erlebnis alle mal. Und wem das alles zu winterlich ist – bei Wax in the City gibt’s herrlich warmes Wachs auf der Haut. ;-)

Herzlich,

Ihre rundum aufgetaute Nina

 

Quellen:

*www.cryohealthcare.com

**http://www.fitforfun.de/sport/fit-test/kaeltekammer-eiskaltes-doping_aid_6775.html

21.06.2011

Puh, ist das heiß! Warum wir schwitzen – und was dagegen hilft.

Es erwischt mich immer und überall. Mittags in der Sonne, beim Joggen oder abends an der Bar, wenn der coole Typ plötzlich direkt auf mich zukommt: Meine Hände werden feucht, kleine Schweißperlen auf der Stirn, die Achseln fangen an zu kleben. Kurzum: Ich schwitze.

Warum wir schwitzen

Schweiß ist ein wässriges Sekret, das über unsere Schweißdrüsen abgesondert wird. Der Grund: Die damit einhergehende Verdunstungskälte kühlt die Körpertemperatur ab. Ein sinnvoller Trick der Natur. Doch unser Schweiß kann noch mehr: Zum Beispiel schädliche Keime und deren Giftstoffe neutralisieren. Außerdem sorgt Schweiß für ein saures Milieu auf der Haut, wodurch das Wachstum von Mikroben gehemmt wird. Und, ganz wichtig: Die neben den Schweißdrüsen sitzenden Duftdrüsen geben bestimmte Duftstoffe ab, speziell bei emotionaler Erregung. Das kann so wahnsinnig sexy sein: Laut einer US-Studie sollen etwa Frauen, die an im männlichen Schweiß enthalten Stoffen riechen, nicht nur eine leicht erhöhte Herzfrequenz, sondern sogar bessere Laune bekommen...

Schwitzen – und was dagegen hilft

Selbst bei völliger Ruhe und gemäßigtem Klima sondert unser Körper zwischen einem halben und einem Liter Schweiß pro Tag ab. Es lohnt sich also, Bett- und Unterwäsche zu wechseln.

Ganze zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen verteilen sich auf unserer Haut, die meisten davon an den Füßen, die wenigsten an den Unterschenkeln. Und obwohl Schweiß zu 99 Prozent aus geruchslosem Wasser besteht, gibt es dieses eine Prozent, das durch hunderte Stoffwechselprodukte (z.B. Sexualhormone, Fettsäuren, Mikroorganismen) unangenehm riechen kann.

Was hilft? Wer regelmäßig duscht und ein normales Deo aus der Drogerie verwendet, kommt wunderbar durchs Leben. Doch es gibt härtere Fälle. Meine Freundin Katja neigt zu stark schwitzenden Achselhöhlen. Gerochen hat man nichts, Probleme im Alltag hatte Sie trotzdem: Aus ständiger Panik vor dunklen Schweißflecken zog sie ausschließlich weiße oder schwarze Klamotten an – bis ein Wunder-Mittelchen aus den USA ihr Leben veränderte. Es trägt den einfallsreichen Namen „Sweat Stop“ und Katja ist begeistert: Zunächst fast täglich, mittlerweile nur noch ein paar Mal im Monat trägt sie das Spray auf und ihr Schwitzproblem ist weg. Basierend auf Aluminiumsalz soll es die Schweißdrüsen verengen und so die Transpiration hemmen. Heute quillt Katjas Kleiderschrank über mit bunten Tops, Kleidern und Blusen in allen Farbvariationen...


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14.06.2011

Sucht nach Schönheit. Diesmal: Lippenstift & Labello – und warum Schönheitswahn ein Fall für den Psychologen ist

Liebe Wax in the City-Fans,

ja, ich bin ein Lippenstift-Junkie. Es gibt Schlimmeres, mögen manche von Ihnen denken, und Sie haben Recht: Die paar irritierten Blicke, wenn ich im Restaurant meine Lippenstift nachziehe, übersehe ich geflissentlich. Auch die regelmäßige Beauty-Kritik von Freundinnen („Du hast Lippenstift auf den Zähnen“, „auf der Nase, „im Mundwinkel“) stecke ich problemlos weg.

Labello-Sucht

Weitaus schlimmer als mein Lippenstift-Tick war meine Labello-Sucht. Ich war 16 und benutzte ihn etwa alle 20 Minuten, sogar während des Unterrichts. Ob es sich wirklich um eine Sucht handelte? Die Internet-Gemeinde ist geteilter Meinung: Einige Experten behaupten, das im Labello enthaltende Glycerin trockne die Lippen aus und führe zum Teufelskreislauf, dem man nur mit radikalem Entzug entkomme. Andere Quellen besagen, dass das Austrocknen der Lippen durch regelmäßige Labello-Anwendung nicht bewiesen sei. Stattdessen führe das weiche Gefühl, dass der Pflegestift hervorruft, zum ständigen Gebrauch – ohne dass die Lippen geschädigt werden.

Schönheitssucht: Ein Fall für den Psychologen

Fest steht: Meine Lippenstift- und Labello-Exzesse sind vergleichsweise harmlos. Erst wenn das eigene Aussehen als hässlich wahrgenommen wird, obwohl es völlig normal ist, wird es dramatisch. In der Medizin gibt es dafür sogar einen Begriff: Die Dysmorphophobie, auch „Hässlichkeitswahn“. Eine Wahrnehmungsstörung, die dazu führt, dass die Betroffenen ihren Körper, ihr Gesicht und/oder einzelne Körperteile für hässlich oder entstellt halten: Stundenlange zwanghafte Gedanken, ritualisierte Verhaltensweisen wie das ununterbrochene Überprüfen des Aussehens im Spiegel, der ständige Vergleich mit dem Aussehen anderer Personen sowie endlose Make-up-Sessions gehören zum Krankheitsbild. Häufig vermeiden diese Menschen sogar soziale Situationen wie Partys oder Einkaufszentren – aus Angst vor negativer Bewertung durch andere.

Der Wunsch nach einem neuen Aussehen wird so übermächtig, dass viele Betroffene ihr Heil beim Schönheitschirurgen suchen. Das weiß auch Promi-Chirurg Prof. Werner Mang und warnt in der Bild-Zeitung: „Schönheitschirurgie kann zur Sucht führen, wenn bereits mit 20 begonnen wird, Botox zu spritzen. ... Leider wird in vielen Fernsehsendungen dem Zuschauer vorgegaukelt, dass die Schönheitschirurgie eine Beauty-Medizin ist, die man zwischen Tür und Angel durchführen lassen kann, ähnlich einem Friseurbesuch. ... Es wäre wünschenswert, wenn im Fernsehen eher die OP-Techniken, Möglichkeiten und Gefahren dargestellt werden würden.“

Wenn Patienten so aussehen wollen wie Claudia Schiffer oder Brad Pitt, sei das Maß voll, findet der berühmte Beauty-Doc: „Die amerikanische Schule („Schönheitswahn“) ist nicht meine Schule. Denn Rippen herauszuschneiden, um eine engere Taille zu haben oder Knochen am Fuß zu verändern, um höhere Highheels anziehen zu können, ist genauso abstrus wie Gesäßimplantate bei Frauen und Wadenimplantate bei Männern. Auch Penisverlängerungen oder -verkürzungen sind medizinisch höchst zweifelhaft. In diesen Fällen ist der Besuch beim Psychologen angezeigt und nicht beim Schönheitschirurgen.“ Recht hat er. Danke, Herr Professor.

Ich jedenfalls bin beruhigt, mein kleiner Lippenstift-Tick ist halb so wild. Und was für Beauty-Marotten haben Sie entwickelt? Überall im Haus Pinzetten gegen unliebsame Härchen? Oder jeden Tag 150 Bürstenstriche für seidiges Kopfhaar? Bin gespannt, was Ihnen dazu so alles einfällt...

Liebe Grüße,

Nina

Quellen:

www.schoenheit-und-medizin.de/news/verschiedenes/sucht-nach-schoenheit.html

www.psychic.de/angst-haesslich.php

www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/schoenheitsoperationen/promi-chirurg-prof-mang-ueber-risiken-und-sucht-5090672.bild.html

www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/krankheitenstoerungen/persoenlichkeitsstoerung-zu-haesslich-fuer-diese-welt_aid_452627.html

07.06.2010

Verhütung ohne Laktose

Eine Laktose-Intoleranz ist etwas überaus Unangenehmes: Völlegefühl, Blähungen, krampfartige Bauchschmerzen und Durchfälle können die Reaktion auf laktosehaltige Lebensmittel wie Milchprodukte, Schokolade, Fertiggerichte, Brot sein. Leider enthalten auch Medikamente häufig Laktose, darunter zum Beispiel „die Pille“. Im Fall der Pille können betroffene Frauen jetzt aufatmen: Jenapharm bringt die erste 100%-laktosefreie Mikropille Deutschlands auf den Markt. Klingt vielversprechend. Kondome sind ja nun wirklich nicht jedermanns Sache.

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