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Puh, ist das heiß! Warum wir schwitzen – und was dagegen hilft.

Es erwischt mich immer und überall. Mittags in der Sonne, beim Joggen oder abends an der Bar, wenn der coole Typ plötzlich direkt auf mich zukommt: Meine Hände werden feucht, kleine Schweißperlen auf der Stirn, die Achseln fangen an zu kleben. Kurzum: Ich schwitze.
Warum wir schwitzen
Schweiß ist ein wässriges Sekret, das über unsere Schweißdrüsen abgesondert wird. Der Grund: Die damit einhergehende Verdunstungskälte kühlt die Körpertemperatur ab. Ein sinnvoller Trick der Natur. Doch unser Schweiß kann noch mehr: Zum Beispiel schädliche Keime und deren Giftstoffe neutralisieren. Außerdem sorgt Schweiß für ein saures Milieu auf der Haut, wodurch das Wachstum von Mikroben gehemmt wird. Und, ganz wichtig: Die neben den Schweißdrüsen sitzenden Duftdrüsen geben bestimmte Duftstoffe ab, speziell bei emotionaler Erregung. Das kann so wahnsinnig sexy sein: Laut einer US-Studie sollen etwa Frauen, die an im männlichen Schweiß enthalten Stoffen riechen, nicht nur eine leicht erhöhte Herzfrequenz, sondern sogar bessere Laune bekommen...
Schwitzen – und was dagegen hilft
Selbst bei völliger Ruhe und gemäßigtem Klima sondert unser Körper zwischen einem halben und einem Liter Schweiß pro Tag ab. Es lohnt sich also, Bett- und Unterwäsche zu wechseln.
Ganze zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen verteilen sich auf unserer Haut, die meisten davon an den Füßen, die wenigsten an den Unterschenkeln. Und obwohl Schweiß zu 99 Prozent aus geruchslosem Wasser besteht, gibt es dieses eine Prozent, das durch hunderte Stoffwechselprodukte (z.B. Sexualhormone, Fettsäuren, Mikroorganismen) unangenehm riechen kann.
Was hilft? Wer regelmäßig duscht und ein normales Deo aus der Drogerie verwendet, kommt wunderbar durchs Leben. Doch es gibt härtere Fälle. Meine Freundin Katja neigt zu stark schwitzenden Achselhöhlen. Gerochen hat man nichts, Probleme im Alltag hatte Sie trotzdem: Aus ständiger Panik vor dunklen Schweißflecken zog sie ausschließlich weiße oder schwarze Klamotten an – bis ein Wunder-Mittelchen aus den USA ihr Leben veränderte. Es trägt den einfallsreichen Namen „Sweat Stop“ und Katja ist begeistert: Zunächst fast täglich, mittlerweile nur noch ein paar Mal im Monat trägt sie das Spray auf und ihr Schwitzproblem ist weg. Basierend auf Aluminiumsalz soll es die Schweißdrüsen verengen und so die Transpiration hemmen. Heute quillt Katjas Kleiderschrank über mit bunten Tops, Kleidern und Blusen in allen Farbvariationen...
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Sucht nach Schönheit. Diesmal: Lippenstift & Labello – und warum Schönheitswahn ein Fall für den Psychologen ist
Liebe Wax in the City-Fans,
ja, ich bin ein Lippenstift-Junkie. Es gibt Schlimmeres, mögen manche von Ihnen denken, und Sie haben Recht: Die paar irritierten Blicke, wenn ich im Restaurant meine Lippenstift nachziehe, übersehe ich geflissentlich. Auch die regelmäßige Beauty-Kritik von Freundinnen („Du hast Lippenstift auf den Zähnen“, „auf der Nase, „im Mundwinkel“) stecke ich problemlos weg.
Labello-Sucht
Weitaus schlimmer als mein Lippenstift-Tick war meine Labello-Sucht. Ich war 16 und benutzte ihn etwa alle 20 Minuten, sogar während des Unterrichts. Ob es sich wirklich um eine Sucht handelte? Die Internet-Gemeinde ist geteilter Meinung: Einige Experten behaupten, das im Labello enthaltende Glycerin trockne die Lippen aus und führe zum Teufelskreislauf, dem man nur mit radikalem Entzug entkomme. Andere Quellen besagen, dass das Austrocknen der Lippen durch regelmäßige Labello-Anwendung nicht bewiesen sei. Stattdessen führe das weiche Gefühl, dass der Pflegestift hervorruft, zum ständigen Gebrauch – ohne dass die Lippen geschädigt werden.
Schönheitssucht: Ein Fall für den Psychologen
Fest steht: Meine Lippenstift- und Labello-Exzesse sind vergleichsweise harmlos. Erst wenn das eigene Aussehen als hässlich wahrgenommen wird, obwohl es völlig normal ist, wird es dramatisch. In der Medizin gibt es dafür sogar einen Begriff: Die Dysmorphophobie, auch „Hässlichkeitswahn“. Eine Wahrnehmungsstörung, die dazu führt, dass die Betroffenen ihren Körper, ihr Gesicht und/oder einzelne Körperteile für hässlich oder entstellt halten: Stundenlange zwanghafte Gedanken, ritualisierte Verhaltensweisen wie das ununterbrochene Überprüfen des Aussehens im Spiegel, der ständige Vergleich mit dem Aussehen anderer Personen sowie endlose Make-up-Sessions gehören zum Krankheitsbild. Häufig vermeiden diese Menschen sogar soziale Situationen wie Partys oder Einkaufszentren – aus Angst vor negativer Bewertung durch andere.
Der Wunsch nach einem neuen Aussehen wird so übermächtig, dass viele Betroffene ihr Heil beim Schönheitschirurgen suchen. Das weiß auch Promi-Chirurg Prof. Werner Mang und warnt in der Bild-Zeitung: „Schönheitschirurgie kann zur Sucht führen, wenn bereits mit 20 begonnen wird, Botox zu spritzen. ... Leider wird in vielen Fernsehsendungen dem Zuschauer vorgegaukelt, dass die Schönheitschirurgie eine Beauty-Medizin ist, die man zwischen Tür und Angel durchführen lassen kann, ähnlich einem Friseurbesuch. ... Es wäre wünschenswert, wenn im Fernsehen eher die OP-Techniken, Möglichkeiten und Gefahren dargestellt werden würden.“
Wenn Patienten so aussehen wollen wie Claudia Schiffer oder Brad Pitt, sei das Maß voll, findet der berühmte Beauty-Doc: „Die amerikanische Schule („Schönheitswahn“) ist nicht meine Schule. Denn Rippen herauszuschneiden, um eine engere Taille zu haben oder Knochen am Fuß zu verändern, um höhere Highheels anziehen zu können, ist genauso abstrus wie Gesäßimplantate bei Frauen und Wadenimplantate bei Männern. Auch Penisverlängerungen oder -verkürzungen sind medizinisch höchst zweifelhaft. In diesen Fällen ist der Besuch beim Psychologen angezeigt und nicht beim Schönheitschirurgen.“ Recht hat er. Danke, Herr Professor.
Ich jedenfalls bin beruhigt, mein kleiner Lippenstift-Tick ist halb so wild. Und was für Beauty-Marotten haben Sie entwickelt? Überall im Haus Pinzetten gegen unliebsame Härchen? Oder jeden Tag 150 Bürstenstriche für seidiges Kopfhaar? Bin gespannt, was Ihnen dazu so alles einfällt...
Liebe Grüße,
Nina
Quellen:
www.schoenheit-und-medizin.de/news/verschiedenes/sucht-nach-schoenheit.html
Allroundtalent Luffagurke

Wussten Sie’s? Sie sieht aus wie ein Schwamm, ist aber ein Kürbisgewächs: Die Luffagurke. Ich persönlich liebe sie, allein schon wegen ihres grandiosen Namens. Anders als gewöhnliche Badeschwämme behält die Luffagurke auch in feuchtem Zustand eine raue Konsistenz: Perfekt, um damit die Haut zu peelen.
Luffa-Peeling
Drei Tage nach dem Waxing geht’s los: In kreisenden Bewegungen reibt man mit der Luffagurke über die gewaxten Stellen, am besten nach dem Duschen. Ob lieber trocken oder nass, probieren Sie einfach aus. In beiden Fällen werden die überschüssigen Hautschüppchen entfernt und verstopfte Poren geöffnet. Dadurch schaffen die zart nachsprießenden Haare leichter den Durchbruch und wachsen nicht ein.
Der natürliche Beauty-Allrounder kann noch mehr: Mithilfe des Peelings wird der Hauterneuerungsprozess beschleunigt, der Massage-Effekt kurbelt die Durchblutung an (gut für den Kreislauf!) und eine regelmäßige Ganzkörper-Anwendung soll sogar gegen Cellulite helfen – eindeutig Natural Beauty, komplett ohne chemische Zusatzstoffe. Wichtiger Expertentipp: Um den Säureschutzmantel der Haut zu erhalten, nicht täglich peelen, sondern immer wieder einen Tag Pause einlegen.
Luffagurken hausgemacht
Luffagurken gibt es in vielen Geschäften, auch bei Wax in the City. Doch die Hobbygärtner unter uns züchten sie kurzerhand selbst: Die „Luffa cylindrica“ oder „Luffa aegyptiaca“, wie sie korrekt heißt, ist eine einjährige Kletterpflanze und u.a. in Afrika, Amerika und Asien beheimatet. Sie kann bis zu 15 Metern hoch werden und liebt es besonders sonnig, beispielsweise auf dem Balkon, in der Wohnung oder im Gewächshaus. Temperaturen unter 5 Grad sind ihr zu kalt. Die Aussaat der Samen ist ganzjährig möglich, bevorzugt zwischen Februar und Mai.
Und so funktioniert’s: Aus den leuchtend gelben Blüten der Pflanze entstehen zylindrisch geformte Früchte, die Luffagurken. Die Früchte lässt man so lange direkt an der Pflanze reifen, bis diese welkt. Dann die Gurken abnehmen, in einen Eimer legen, knapp mit Wasser bedecken und an einen warmen Platz stellen. Nach wenigen Tagen fangen sie an zu gären. Wenn die Gurken vergoren sind, das Fruchtfleisch sorgfältig vom schwammigen Leitbündelgeflecht abspülen, anschließend an einen luftigen warmen Ort legen und gut trocknen lassen.* Voilà! Ihr selbst gezüchteter Schönheitsbegleiter ist startklar.
Vielseitigkeits-Genie
Jung geerntet gilt die Luffagurke wegen ihres hohen Vitamingehalts als besonders gesund: In Asien bevorzugt man sie als Gemüse, vergleichbar mit unseren Zucchini. Außerdem kommen die natürlichen Alleskönner in Sandalen-Sohlen, Polsterfüllungen und – zumindest in Paraguay – im Haus- und Möbelbau zum Einsatz.**
Kreativtipp zum Schluss: Eine Kollegin war kürzlich in einem asiatischen Restaurant in Berlin, wo Luffagurken – aufgeschnitten und in Gruppen angeordnet – als stylische Deko drapiert waren. Was es nicht alles gibt! Wunder der Natur...
Herzliche Luffa-Grüße,
Ihre Nina
Quellen:
www.fesaja-versand.de/kuerbisse/luffa-gurke-schwammgurke-samen-saatgut.php
*http://www.livingathome.de/pflanzen_gaertnern/expertenrat/detail.html?expertenid=49&rubrikid=8
**http://de.enc.tfode.com/Luffa-Gurke

