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Nackt und heiß, bitte! Das kleine Sauna-Einmaleins + die häufigsten Sauna-Irrtümer

Kürzlich in der Sauna musste ich mal wieder feststellen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die auf gnadenlose Vollbehaarung stehen. Das sollte uns jedoch nicht abschrecken: In Sachen Gesundheit und Beauty ist die Sauna nämlich ein wahres Spa-Genie. Der Körper wird gereinigt, das Immunsystem gestärkt und die Haut ganz nebenbei strahlend schön. Genau das Richtige, um entspannt durch die kalten Tage zu kommen – wenn man ein paar einfache Grundregeln kennt.
Martina Frenzel, Sauna-Expertin und Chefredakteurin des Wellness-Magazins „heiss+kalt“, hat mir erzählt, was man als Anfänger wissen sollte und mich über die häufigsten Sauna-Irrtümer aufgeklärt (sh. unten).
Die Grundregeln
+Ja, es stimmt: In der Sauna ist man nackt. Ein großes Badetuch zum Draufsetzen reicht völlig – auch Badelatschen bleiben draußen.
+ Vor dem Saunieren duschen und gut abtrocknen; auf Cremes und Deo verzichten.
+ Das Ziel: Pro Saunagang sollte die Körperinnentemperatur um rund ein Grad erhöht werden. Ob man dafür einige Minuten in die 100-Grad-Sauna geht oder eine halbe Stunde in die 65-Grad-Sauna, ist Geschmackssache.
+ Auf die zweite oder dritte Sitzbank setzen oder legen, die Beine möglichst auf Sitzbankhöhe. Wem es dort zu heiß wird, einfach auf die untere Sitzbank wechseln.
+ Achten Sie darauf, was Ihnen Ihr Körper sagt und vertrauen Sie auf Ihr Gefühl: Eine Faustformel für die Verweildauer in der Sauna gibt es nicht. Wichtig: Bei den ersten Anzeichen von Schwindel oder Unwohlsein sofort raus an die Luft!
+ Entscheidend für den Gesundheitseffekt des Saunabads ist der ausgewogene Wechsel zwischen heiß und kalt. Wichtigster Tipp: Die Abkühlphase soll mindestens so lange dauern wie die Wärmephase.
+ Zum Abkühlen empfiehlt sich leichte Bewegung an der frischen Luft, der Körper braucht Sauerstoff. Dann ein Schlauchguss, herzfern beginnend und langsam zum Herzen hin, und zum Schluss ein kurzes Abtauchen ins kalte Tauchbecken. Wer unter hohem Blutdruck leidet, verzichtet aufs Tauchbecken.
+ Nach dem Abkühlen ist Ausruhen angesagt: Entspannt hinlegen und zum Beispiel ein warmes Fußbad genießen.
+ Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, zwischen den Saunagängen reichlich Wasser oder ungesüßten Tee trinken.
+ Saunieren ist kein Leistungsport! Maximal drei Saunagänge innerhalb eines Tages reichen völlig.
+ Gesundheitstipp im Winter: Sobald sich eine leichte Erkältung ankündigt, kann man mit einem Saunabesuch gegensteuern. Wen es bereits voll erwischt hat, muss auf die Sauna verzichten, bis der Infekt abgeklungen ist.
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