Wax in the City Blog

23.09.2010

„Das erste Mal“, Teil 2

 

Von ihrem ersten Intimwaxing hatte meine Freundin Judith, 34, ja bereits berichtet (siehe Blog-Eintrag vom 02.07.2010 "Das erste Mal"). Nun sollte ein zweites Intimwaxing folgen - und ein Bein-Waxing gleich dazu. Und weil Judith zu einer gewissen Panik neigt, auch diesmal wieder: viel Drama im Vorfeld, und anschließend war alles halb so wild...

„Ich muss gestehen: Ich habe mich ein wenig geschämt, dass ich trotz meiner so positiven ersten Intimwaxing-Erfahrung schon wieder so viel Angst hatte. Die Wochen zogen ins Land, und allmählich wuchsen die ersten Härchen nach. Dass man mit dem zweiten Intimwaxing nicht zu lange warten sollte, damit die Haare nicht zu lang werden, wusste ich. Trotzdem: Irgendwie zögerte ich, vor allem, weil ich mir diesmal vorgenommen hatte, auch die Beine mitwaxen zu lassen.

Doch als ich vor lauter Haare züchten so langsam Richtung behaarter Rauhhaardackel mutierte, und mein Mann – verwöhnt vom letzten Intimwaxing – allmählich zu meckern anfing, gab ich mir einen Ruck und  machte mich auf den Weg: Wieder zu Wax in the City in Berlin-Mitte, alles genau wie beim letzten Mal. Auch diesmal nahm mich das supernette Mädel in Empfang und fragte, welches Waxing ich denn wünsche: Brazilian Landing Strip, Brazilian Triangle, Brazilian Special, Bikini dingsbums oder Bikini whatever... Überfordert von soviel Auswahl, zeigte sie mir zum Glück ein Büchlein, in dem jede Variante aufgemalt war. Ich entschied mich für Brazilian Triangle: Alles weg, bis auf ein kleines Dreieck. Und nun zu den Beinen: „Beine komplett, Beine Oberschenkel, Beine Unterschenkel, Beine 3/4...?“ Wusste ich nicht genau, zumal mein Haarwuchs an den Beinen eher spärlich ist. „Alles kein Problem“, sagte die Empfangs-Lady fröhlich, „lassen Sie sich einfach von Ihrer Depiladora beraten; ich schreib erstmal ein Fragezeichen auf den Auftragszettel.“

 

 Wunderbar. Ich setzte mich also auf einen der freien Plätze. Zeit, nervös zu werden, hatte ich diesmal nicht: Schon nach zwei Minuten kam meine Depiladora um die Ecke, stellte sich mit Vornamen vor und begleitete mich in eine Kabine. „Wir fangen mit dem Brazilian Waxing an“, sagte sie bester Laune – und ging wieder raus, um das Wachs vorzubereiten. Ich zog Hose und Unterhose aus, und benutzte – obwohl natürlich frisch geduscht – höflichkeitshalber eins der bereitliegenden Intim-Feuchtigkeitstücher. Kaum lag ich auf der Liege, kam meine Depiladora zurück, das Wachs-Gefäß in der Hand. Und dann ging alles zackzack: Souverän trug sie das warme Wachs auf und zog es mit so schnellen und geübten Bewegungen wieder ab, dass ich überhaupt nicht dazu kam, nur eine Sekunde zu überlegen, ob und wie das Ganze nun weh tun könnte oder nicht. Zusätzlich hatte ich das Gefühl, das meine Schamhaare im Vergleich zu vorher etwas spärlicher und zarter nachgewachsen waren – und deshalb leichter rausgingen. Was mir am besten gefiel: Meine Depiladora plauderte so erfrischend und sympathisch drauflos, als säßen wir in einem Café – und nicht in einem Waxing-Studio, ich mit entblößter Scham unter Arztpraxis-Scheinwerfern. Erneut war ich beeindruckt, wie selbstverständlich das Mädel den gesamten Vorgang durchführte: Zuerst die äußeren Schamhaare weg, dann die Haare an den Schamlippen. Keine Spur von Peinlichkeit. Nur das regelmäßige Ziepen beim Abziehen der Wachstreifen – in Verbindung mit der kurzen Aufforderung: „Ausatmen“ – erinnerte mich daran, wo wir uns tatsächlich befanden. Alles in allem ging es diesmal so schnell, dass ich selbst erstaunt war. Das Ergebnis: Rundum perfekt. So glatt, so zart und weich, dass ich mir noch in der Sekunde schwor, nie wieder ein Intimwaxing länger als nötig herauszuzögern.  

Doch jetzt, so mutmaßte ich, sollte es ans Eingemachte gehen: Ein Bein-Waxing hatte ich schließlich noch nie erlebt. Aus irgendeinem Grund hatte ich mir ausgemalt, dass es speziell an den Schienbeinen schmerzhaft sein könnte. Meine Depiladora beruhigte mich, begutachtete den Haarwuchs meiner Beine und stellte fest: „Ihre Oberschenkel brauchen wir nicht zu waxen. Die paar Härchen können Sie einfach mit einer Pinzette wegzupfen.“ Und das, obwohl die Variante „nur Unterschenkel“ natürlich preisgünstiger ist. Fand ich besonders nett und kundenfreundlich!    Es ging also los: Im Gegensatz zum Intimwaxing kann man beim Unterschenkel-Waxing zuschauen, was genau passiert. Bei meinem Hang zur Panik ein großer Vorteil: Dem Waxing quasi ins Gesicht zu sehen, hat mir komplett die Angst genommen. Wachs drauf, kurz warten, abziehen, ein wenig beruhigendes Puder, fertig. Streifen für Streifen, alle Haare weg. Die ganze Prozedur war so dermaßen undramatisch und schmerzlos, dass ich es kaum fassen konnte.

Pragmatisch, wie meine Depiladora ihrer Arbeit nachging, hieß es dann: „Einmal umdrehen bitte. Jetzt sind Unterschenkel-Rückseite und die Po-Falte dran.“ Die Rückseiten der Unterschenkel waren ein Klacks. Und auch die Po-Falte war, wie schon beim letzten Mal, völlig schmerzlos. Lediglich der Umstand, dass man währenddessen mit beiden Händen die Pobacken auseinander ziehen muss, bleibt gewöhnungsbedürftig. Und während die Depiladora noch von ihrem letzten Zahnarztbesuch erzählte – und ich meine eigene Zahnarztgeschichten zum Besten gab – war’s auch schon erledigt.

Ich bedankte mich bei ihr und wir verabschiedeten uns freundlich. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, meine frische samtige Haut in voller Pracht im Spiegel zu bewundern. Schnell Klamotten an und zur Kasse, Trinkgeld nicht vergessen, fertig. Super. Gedauert hat alles zusammen maximal 20 Minuten. Und das Beste zum Schluss: Obwohl ich durchaus empfindliche Haut habe, waren bereits wenige Stunden nach dem Waxing die roten Pünktchen an meinen Beinen und im Intimbereich verschwunden. So ultraglatt wie eine Spiegelfläche – kein Vergleich zum Rasieren! Das einzige, was jetzt noch fehlt, sind gewaxte Achseln. Aber die sind erst beim nächsten Mal an der Reihe. Ich habe Nina versprochen, nicht wieder so ein Drama zu machen, schon gar nicht bei den Achseln. Dabei ist die Haut dort so besonders empfindlich. Und außerdem bin ich kitzelig. Naja. Mal sehen.

 

  •  
  • 1 Comment(s)
  •  
Nadja
03.11.2010
21:26
mir geht es genau so

Hallo! Bei mir ist es genauso. Obwohl ich schon einmal Brazilan Waxing gemacht habe, und es nicht schlimm war hab ich Angst nochmal hinzugehn. jetzt sind wieder alle Haare lang, habe sogar zwicshendurch rasiert. Aber danke für den Bericht. Ich will morgen zu euch gehen ;-) Weiß einer, wie oft man zum Waxing muss damit die Haare insgesamt weniger werden? lg Nadja

Your comment

Notify me when someone adds another comment to this post

back

« September 2010»
S M T W T F S
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30    

Latest Comments

Ausbildung zur Depiladora
20.03.2013 10:07
Depiladora
19.03.2013 19:39
Antwort an Lena
16.01.2013 10:08
Genial
15.10.2012 12:10

Archive

Copy and paste this link into your RSS news reader

RSS 0.91Posts
RSS 2.0Posts

This is hot

„Das erste Mal“
6315 times viewed
02.07.2010
Eingewachsene Haare? Das hilft wirklich!
4498 times viewed
13.12.2011
Männer und ihr erstes Mal „Tut es sehr weh?“
3687 times viewed
20.10.2011
Einmal Model, bitte! Die besten Tricks und Posen, um auf...
3595 times viewed
18.08.2011
© 2013 WAX IN THE CITY GMBHAGB  Datenschutzhinweis Impressum / Haftungsausschluss Newsletter