Hübsche Füße step by step: Fuß-Waxing, Fußbad, Fußnägel schneiden & lackieren
Ob Kate Middleton bei so viel Hochzeitstress wohl an ihre Füße gedacht hat? Selbst die schönsten Beauty-Queens vernachlässigen gelegentlich ihre Zehen, Fußnägel und Fersen – dabei sind ein paar hübsche Füße ein sexy Hingucker, speziell im Frühling.
Und so wird’s gemacht:
Starten sollte man mit einem Waxing der Zehen. Ich selbst habe es vor ein paar Tagen ausprobiert: Tut überhaupt nicht weh und geht ruckzuck – sehr viel gründlicher und schneller als mit der Pinzette.
Fußbad und Fußpeeling
Zum Start in Ihr persönliches Fußpflege-Programm entfernen Sie alle alten Nagellackreste. Dann eine Wäschewanne mit warmem Wasser füllen (35 bis 40 Grad) und für mindestens eine Viertel Stunde die Füße reinhalten. Wohltuend nach einem langen Tag auf den Beinen: Zwei bis drei Kamillenblüten (aus dem Reformhaus) mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, abseien und dem Fußbad beifügen. Für eine Portion Extra-Pflege eignen sich spezielle Fuß-Peelings, zum Beispiel mit schmirgelnden Substanzen aus Bimsstein-Partikeln, die in kreisenden Bewegungen aufgetragen werde. Ein Geheimtipp ist Kieselerde aus der Blauen Lagune in Island: Forscher fanden heraus, dass sie ein optimaler Weichmacher ist, der die Haut von Hornschüppchen befreit und gleichzeitig vor Feuchtigkeitsverlust schützt.
Nach Bad und Peeling die Haut sehr sorgfältig abspülen und gut trocknen, auch die Zehenzwischenräume.
Nagelhaut, Hornhaut, Nägelschneiden
Direkt nach dem Bad die weich gewordene Nagelhaut vorsichtig zurückschieben – ich benutze dafür immer das runde Ende der Nagelfeile. Exklusiver sind Spezialwerkzeuge, etwa ein Rosenholzstäbchen. Wichtig: Überschüssige Nagelhaut nicht abschneiden, das führt schnell zu Entzündungen! Nagelöle oder Stifte mit Jojoba- und Neem-Öl pflegen die empfindliche Nagelhaut besonders gut.
Ein Problem ist die Fußsohle: Weil sich dort keine Talgdrüsen befinden, die für Geschmeidigkeit sorgen, kommt es bei vielen Menschen zu Hornhautbildung. Die überschüssige Hornhaut an Fersen und Ballen rubbel ich regelmäßig mit einem Bimsstein weg (gibt’s in jeder Drogerie für ein paar Euro). Bei weniger Hornhautbidlung reichen Peelings, beispielsweise mit milden Fruchtsäuren, Meersalz oder – wie oben erwähnt – mit fein gemahlenem Bimsstein.
Auch die Fußnägel lassen sich am besten behandeln, wenn sie vorher gebadet wurden: Dann sind sie weich und splittern nicht. Tipp vom Profi: Den Nagel so schneiden, dass er mit dem Ende des Zehs eine gerade Linie bildet. Wegen der Dicke der Nägel verwendet man am besten eine Nagelzange, doch Vorsicht: Nicht zu viel von den Kanten abschneiden, sonst können die Nägel einwachsen! Anschließend mit einer Diamant- oder Mineralfeile die Ecken abrunden. Dabei immer nur in eine Richtung feilen, sonst zerfasert der Rand.
Jetzt geht’s an den komplizierten Teil: Das Lackieren.
Ich persönlich liebe meine Nagellack-Klassiker, doch auch günstige Produkte für drei, vier Euro können erstaunlich gut sein. Farben der Saison: Alles in Neon, von Grün über Pink bis zu Knallgelb – ist supersweet zu den vielen bunten Schuhen aus den Frühjahr/Sommerkollektionen 2011.
Das wichtigste fürs erfolgreiche Lackieren ist die Vorbereitung. Alles muss griffbereit liegen: Nagellack, Wattestäbchen und Nagellackentferner für Korrekturen. Suchen Sie sich einen bequemen Platz aus, an dem Sie die nächsten 30-60 Minuten verbringen wollen.
Experten raten dazu, im ersten Schritt einen Unterlack aufzutragen, weil er die Rillen ausgleicht und vor Nagelverfärbungen schützt. Gegen vergilbte Nägel hilft ein Sprudelbad mit Sauerstoff und Zitrone. Wer noch mehr tun möchte: Sanfte Polierfeilen speziell für die Nageloberflächen zaubern bereits vor dem Lackieren einen zarten Glanz und glätten eventuelle Unebenheiten aus.
Ich selbst beginne meistens direkt mit dem Lack: Den Nagellack schütteln und den Pinsel am Glasrand gut abstreifen. Als Rechtshänder zuerst den kleinen Zeh des linken Fußes anmalen und von dort Richtung großer Zeh vorarbeiten. So streicht man nicht versehentlich mit der eigenen Hand über die bereits lackierten Nägel. Beim rechten Fuß genau umgekehrt vorgehen: Erst den großen Zeh lackieren, zum Schluss den kleinen. Falls etwas danebengeht, sofort sehr wenig (!) Nagellackentferner auf die Spitze eines Wattestäbchens geben und korrigieren, bevor der Lack trocknet. Grundsätzlich ist es sinnvoll, den Lack nicht zu nah an die Haut zu malen, damit er nicht in den Ritzen verläuft.
Wenn beide Füße lackiert sind, sitzen bleiben, ein Glas Wein trinken und jedes Herumlaufen vermeiden. Nachdem die erste Lackschicht trocken ist, lohnt es sich, eine zweite Schicht aufzutragen: Die Farbe wird satter und der Lack hält länger. Jetzt wieder abwarten – das war’s. Ganz wichtig für das perfekte Finish: Erst wenn der Lack 100-prozentig getrocknet ist, die Füße mehrmals großzügig mit fetthaltiger Creme einreiben.
Pflegekick zum Schluss
Bewährter Tipp aus Großmutters Zeiten: Um die Füße über Nacht zu regenerieren, einfach mit einer großen Menge Fettcreme einreiben, Socken drüberziehen und ab ins Bettchen. Cremes, die Urea enthalten (einen stark feuchtigkeitsbindenden Harnstoff) sind besonders wirksam: Entweder als Packung auftragen und unter Klarsichtfolie 30 Minuten einwirken lassen oder ebenfalls mit Socken über Nacht. Wer sich noch mehr verwöhnen will, leistet sich gelegentlich ein Paar Pflege-Strümpfe, in denen die Creme bereits eingearbeitet ist. Das weiche Resultat am nächsten Morgen ist in jedem Fall fantastisch.
Voilà! Die Sommerschuh-Saison hat eröffnet! Und Ihre Füße sollen Sie vermutlich noch weit tragen...
Ihre Nina
Quelle u.a.: www.brigitte.de
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