Wax in the City Blog

01.07.2011

Welcher Hut-Typ sind Sie?

Heute standesamtlich und morgen kirchlich heiratet Monaco-Albert seine Charlene Wittstock. Noch einen Tag später ist das Finalspiel der deutschen Polomeisterschaft. Höchste Zeit, über das richtige Ouftfit nachzudenken! Wir verraten, welcher Hut zu welcher Gelegenheit passt.

Hüte sind ein fantastisches Accessoire. Modischer Hingucker oder Sonnenschutz, Style-Ansage oder praktischer Begleiter. Bleibt die eine große Frage: Welchen Hut trage ich wann?

Der Klassiker

Sie sind oft an der frischen Luft und mögen Landpartien und Picknicks? Legen Sie sich umgehend eine Strohhut-Sammlung zu: Rund geformt und in Naturfarben passen die Klassiker unter den Hut-Modellen fast immer. Praktisch: Tief sitzender Pferdeschwanz, geflochtener Zopf und offene Haare dürfen darunter hervorschauen und bleiben dennoch vor Wind und leichtem Nieselregen geschützt. Der allergrößte Pluspunkt aber ist der Sonnenschutz: Wer Hut trägt, kriegt weniger Falten.

Für Fashion Victims

Seit einigen Jahren tragen Fashion Vicitims bei Einladungen der Queen, Pferderennen und Society-Weddings diesen speziellen Kopfschmuck namens Fascinator. Diese Hingucker erkennt man an einem kunstvollen Allerlei aus Tüll, Federn, Perlen, Glitzer, Blumen und Seidenbändern. Zu den prominenten Trägerinnen der oft extravaganten Kreationen zählen u.a. Victoria Beckham und Dita von Teese. Genau das richtige, wenn Sie gern im Mode-Mittelpunkt stehen!

Glamour & Adel

Sie lieben den glamourösen Auftritt? Sie wollen nach altem Geld und guter Kinderstube aussehen? Dann gönnen Sie sich ein Wagenrad. Wagenräder zeichnen sich vor allem durch eins aus: Sie sind groß. Meist aus Stroh, sieht man sie in verschiedenen Farben, gern in Knallbonbon-Pink oder Naturfarben, dann zumeist mit viel buntem Schmuck. Der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt: Leuchtende Blüten (frisch aus dem Garten oder aus Seide) und individuelle Extras wie kleine Vögel, Schmetterlinge oder Früchte (alles aus dem Bastelladen) spiegeln die Kreativität der Hutträgerin wieder. Doch Vorsicht: Aufpassen, dass der Look nicht madamig wirkt! Und: Kleinen Frauen steht ein Wagenradhut nur bedingt, wobei große Frauen eher niedrige als hohe Hutköpfe vertragen.

Tuch statt Hut

Im Cabrio gilt: Besser Tuch statt Hut. Für den Grace-Kelly-Look falten Sie ein großes quadratisches Tuch (möglichst von Hermès) zum Dreieck und legen es so um den Kopf, dass noch 1-2 cm des Haaransatzes zu sehen ist. Ein Knoten unter dem Kinn ist die klassische Variante und sieht am besten au. Dazu: Sonnenbrille im Sixties-Look, ein farblich zum Tuch abgestimmter Lippenstift – und Ihr Kavalier am Steuer wird vor Stolz platzen. 

Hochzeit

Weibliche Hochzeitsgäste tragen klassischerweise Hut, und zwar während der kirchlichen Trauung sowie zum anschließenden Empfang, jedoch nicht abends zum Fest. Wichtigster Grundsatz: Alle Farben sind erlaubt außer Weiß und Schwarz, wobei letzteres dennoch immer wieder zu sehen ist.

Übrigens: Das Thema „Braut mit Hut“ ist eine modische Verirrung aus den 1980ern. Nicht nachmachen.

Hut am Pool

Schlapphüte a là Jennifer Lopez sehen süß aus und halten hautschädigende Sonnenstrahlen wirkungsvoll ab. Extra-Vorteil: Unter der breit um Gesicht und Nacken fallenden Krempe sind Sie vor fremden Blicken geschützt und können entspannt ein Nickerchen einlegen.

Cowgirls

Cowboyhüte bei Frauen sind okay, solange sie mit dem Pferd die Steppe durchqueren, Australien erwandern oder Praktikum auf einer Rinderfarm machen. Andernfalls gilt: Finger weg vom Cowboyhut, Ladys!

No-Go!

Schirmmützen gehen gar nicht, weder aus Plastik noch aus Stroh. Das gleiche gilt für Baseballkappen. Und nein: Es gibt keine Ausnahme.

Hut-Parade

Eugenie und Beatrice, die beiden Töchter von Sarah Ferguson und Prinz Andrew, haben ordentlich einstecken müssen, nachdem sie auf der Hochzeit ihres Cousins William ihren schrägen Auftritt hatten. Immerhin: Eines der beiden seltsamen Gebilde, die nur mit viel gutem Willen als Hüte durchgingen, wurde für rund 93.000 auf Ebay versteigert. Für den guten Zweck, versteht sich. Erstaunliche Background-Info: Die weltweit verlachten Hutmodelle der beiden Prinzessinnen stammen vom irischen Star-Hutdesigner Philipp Treacy, der auch die Hüte von Camilla Parker Bowles und Victoria Beckham entworfen hatte – und die wurden hoch gelobt...

Doch es geht noch viel exzentrischer: Der französische Frisör und Perückenmacher Charlie Le Mindu schockte vor einigen Jahren die Modewelt, als er auf der Londoner Fashion Week seine Models mit Motorrad-ähnlichen Hauben aus Mäuse- und Rattenfell auf den Laufsteg schickte. Sein Kommentar: „Es ist besser, die Tiere zu verschönern, als sie den Schlangen zum Fraß vorzuwerfen.“ Igitt. Im Gegensatz dazu haben die beiden royalen Schwestern geradezu Geschmack bewiesen.

Beste Regel zum Schluss: Probieren Sie aus, womit Sie sich am wohlsten fühlen, möglichst in einem Fachgeschäft.

Ihre Nina (heute mit schlichtem runden Strohhut mit weißem Band)

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